THE STORY
Ladymen kamen aus dem Nichts
...naja beinahe. Von Dany.

Im Winter 2003 war ich frustriert.
Die letzten 10 Jahre hatte ich in mehreren Bands gespielt, ohne jemals wirklich damit zufrieden gewesen zu sein. Meist lag es an mangeldner Motivation meiner Mitstreiter, oder an chronischer Ideenlosigkeit.
Das letzte Projekt "Puke Backwards", war schon länger eingeäschert,
es stand für eine Phase meines
Lebens, die eher in menschlicher
als in kreativer Hinsicht dynamisch war (Trotzdem eine lustige Zeit).
Meherere Proberaumprojekte scheiterten ebenfalls an den oben genannten Problemen, brachten jedoch einige neue Songideen hervor. Diese musikalische Neuorientierung brachte letztendlich den Anstoß eine neue Band zu gründen.

Ich kannte Moritz schon länger als einen äußerst fähigen und talentierten Gitarristen, aber leider auch als Berufsverplanter.
Das Problem würde sein, ihn etwas
zu disziplinieren, eine scheinbar unlösbare Aufgabe...
Viel grösser war jedoch das Schlagzeugerproblem. Trotz Scharen von Narrenvereinen, sind
Schlagzeuger im Raum Radolfzell rar gesät. Da ich in Konstanz neu war, kannte ich so gut wie niemanden und fand so natürlich auch keinen Drummer. Ich musste mir also selbst helfen und beschloss einen kleinen flyer zu entwerfen und zu vervielfältigen.
1000 flyer waren wohl genug und ich beschloss diese am nächsten Tag zu verteilen. Eine Hand voll schleppte
ich aber noch am selben Abend mit
in die Stadt und warf sie hier und da auf den Boden.Da ich am nächsten
Tag einen Kater hatte, verteilte ich die übrigen Flyer esteinmal nicht und bevor ich mich aufraffen konnte
klingelte auch schon das Telefon: "Hallo, irch
chreise Alex, irch bin Drummer und spreche kain doitsch." Es ging dann vorerst auch auf englisch.
Ich hatte also einen Drummer und
jede Menge unnütze Flyer. Dafür keinen Bassist und keinen
Proberaum. Proberäume sind ähnlich rar wie Drummer. Also klapperte ich auf gut Glück die lokalen Proberäume ab und fand nach einigen Wochen den schmutzigsten, feuchtesten, kleinsten und verpisstesten Proberaum in ganz Konstanz. Trotzdem war ich heil froh und rekrutierte sofort Moe und Alex.

Dann ging alles recht schnell, ich schrieb einige Songs, wir probten ein paar wochen und spielten dann im Sommer unseren ersten Gig in unserem schmucken Proberaum,
etwa 2 Monate nach Gründung der Band.
Übrigens existierte damals auch
schon der vieldiskutierte Name "Ladymen", der bis heute bei gestandenen Punkrockern lange Gesichter provoziert.
Zwei, drei Gigs später war es an der Zeit so etwas wie ein Demo aufzunehmen um der Welt zu sagen: "Wir sind wer!"
Ob das gelang bleibt fraglich, zumindest nahmen wir tatsächlich in Eigenregie und völlig frei von
Ahnung ein Demo auf, das uns das nächste Jahr begleiten sollte.
Wir merkten aber recht schnell, daß unsere CD eher ungeeignet war um ausserhalb von Konstanz einen Stich zu machen. Uns blieb also nichts anderes übrig, mittelfristig an ein
neues Demo zu denken.

Als ich dann im Frühjahr 2005 Dani Maurer kennenlernte, dessen Keller
ein respektables Heimstudio beherrbergt, war unser Interesse geweckt.
Im Mai dann betraten wir das Studio
in Allensbach. Im vergangenen Jahr hatte sich die Band gut diszipliniert
und war recht ordentlich auf das Recorden vorbereitet.
Abgesehen vom ersten Tag, wir nahmen alle Stücke viel zu schnell auf und mussten sie nochmal machen, lief alles besser als erwartet und auch der anschliessende Mix war recht produktiv.

Als wir das Studio verließen, hatten wir 6 respaektable Songs, in ordenlicher Qualität auf CD gebannt. Nun fehlte nur noch ein Cover. Wir entschieden uns für eine schlichte Umsetzung in rosa. Da wir kaum Geld zu Verfügung hatten, beschlossen wir selbst Hand anzulegen.
Mit Schablonen und Graffity-Dosen, produzierten wir in schweißtreibender Heimarbeit ca. 500 CDs inklusive Papphülle, ausserdem 400 Sticker,
100 Buttons und 300 Visitenkarten.

Geschafft! Heute ist der 23.4.2005
und gestalte die letzten Ecken der Homepage. Die CD ist fertig und morgen ist unsere Releaseparty im Bokle Radolfzell.